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Modernity in Motion: Visualizing Moving Bodies, 1890s-1940s

Das Projekt untersucht die Rollen von Sport und Bewegungskultur in den Auseinandersetzungen um ‚Moderne‘ in den USA in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Als Körpergeschichte argumentiert es, dass vergeschlechtete, rassifizierte, sexualisierte oder anders markierte Körper in Bewegung zu bedeutenden Medien in diesen Debatten wurden. Es fragt danach, wie diese Körper beim Sport besonderen Prozessen der (Un)Sichtbarmachung unterlagen, mit deren Hilfe verhandelt werden konnte, wie ‚moderne‘ Körper aussehen und was sie leisten können sollten. Bei der Analyse bedient sich das Projekt besonders visueller Quellen, es versteht sich mithin als Teil einer Visual History, die Fotografie und Film als bedeutsame Aktanten auffasst, um Körper sowohl als weithin sichtbar, konsumierbar, effizient und wünschenswert zu kennzeichnen, als auch sie als deviant, gefährlich oder unproduktiv zu verwerfen – wobei sich diese beiden Ausrichtungen oft in einer ambivalenten Gemengelage aufeinander verweisen.